Vorgestern Tuttlingen nach Freiburg nach Mainz. Gestern Mainz nach Kuhkaff. Heute endlich wieder in der Heimat.
Nach 5 Wochen en route ist es ein unbeschreiblich schönes Gefühl wieder nach Hause zu kommen. Man freut sich über Bekanntes und bemerkt zusätzlich Neues: War Kuhkaff schon vor der Abreise so grün? Seit wann ist der Secondhandladen an der Hauptstraße fertig renoviert? Sind noch mehr neue Nachbarn mit noch mehr Nachbarskindern gegenüber eingezogen?
Nach 5 Wochen bleibt allerdings auch einiges liegen. Bereits Wochen vor Ankunft begann ich eine Liste im Geiste zu führen; schick dieses und jenes Päckchen zurück, bezahl die noch ausstehenden Rechnungen, melde dich zurück zur Arbeit und bei Freunden, aber vor allem bewirb dich an der Universität!
Nach 5 Wochen hat sich so vieles geändert. Pläne wurden re- und umkonstruiert, mögliche Szenarien ent- und verworfen. Zweifel haben sich eingeschlichen und mich verunsichert, dafür gesorgt, dass ich mich immer und immer wieder gefragt habe: Wo gehörst du hin?
Nach 5 Wochen überkommt es mich immer noch und urplötzlich ergeben all die Gedanken keinen Sinn mehr, sondern nur noch Fragezeichen. Aber das ist in Ordnung. Denn trotz fehlender Antworten auf so manch ein Problem bin ich mit dem heutigen Tag der Zukunft einen Schritt näher gekommen: Ich habe mich tatsächlich für meinen TraumStudiengang beworben.
Nach 5 Wochen habe ich zahlreiche Gefühle, positiv wie negativ, durchlaufen. Blicke ich zurück, fühlt sich diese Zeitspanne, die gerade einmal 35 Tage umfasst, wie eine Ewigkeit an. Und ich bin dankbar. Denn obgleich ich einiges wegstecken musste, so habe ich doch kurz vor "Schluss" gewagt, mich doch für eine andere Richtung zu entscheiden, alles umgeworfen und - ich muss es noch einmal schreiben - mich an der Universität beworben!
Noch etwa 15 Wochen, dann heißt es Vive la France!
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