Des Fantasmagories
Freitag, 26. August 2016
Montag, 15. August 2016
Offiziell - Officiellement
Der Countdown läuft.
Es ist unvorstellbar, aber,
ich habe einen - meinen - DEN GEWÜNSCHTEN STUDIENPLATZ! Zusätzlich dazu ein Zimmer im Studentenwohnheim!
Vorerst also scheint alles funktioniert zu haben. Der Plan ist entworfen, offiziell abgestempelt worden und wartet nun gespannt auf seine Umsetzung. Die grobe Richtung zum "Ziel" ist bereits bekannt, der genaue Weg dorthin wird sich erst allmählich abzeichnen.
Heute wird das letzte angeforderte Dokument versendet und dann ist Warten angesagt. Letzte freie Tage ohne schulische Verpflichtung stehen bevor, bis schließlich die Uhr neu umgedreht wird und der Sand ein weiteres mal durchlaufen muss.
Der Countdown läuft!
Noch 50 Tage,
dann wird umgezogen und neu orientiert.
Dann wird kennengelernt und erkundet.
Dann wird gelernt und mit Lernstoff gekämpft.
Dann geht es in weiteren Schritten Richtung Zukunft.
Dienstag, 19. Juli 2016
Der selbe Traum
Ein Grund, warum ich schon immer das Lesen geliebt habe: Das Träumen. Das Sich Erhoffen. Das freudige Erwarten.
Ob ich dreizehn war, oder neunzehn bin. Es hat sich nichts verändert. Und so kann es sein, dass ich bei der selben Geschichte nach Jahren immer noch Herzklopfen und Schmetterlinge im Bauch empfinde. Auch, wenn sich mein Leben inzwischen in andere Farben bricht.
Ist es in Ordnung, trotzdem noch das selbe zu träumen? Von großer Romantik? Von Seelenverwandtschaft? Von Abenteuer? Nickt ihr bejahend den Kopf? Ruft ihr entrüstet "aber natürlich"!?
Doch was, wenn diese großen Wünsche eigentlich erfüllt sein sollten? Wenn man an einem Punkt sein müsste, an dem sich all diese Anfänge bereits nur in Form guter Erinnerung im Kopf tummeln dürften, aber mit Blick auf die Gegenwart? Was, wenn man sich immer wieder dabei ertappt, wie man den Konjunktiv verwendet?
Also frage ich erneut. Wieder und wieder. Mich. Dich. Euch.
Ist es in Ordnung, vom Anfang zu träumen, während man sich eigentlich im Mittelteil befindet? Ist es gerechtfertigt, wenn man sich Zukunftsszenarien ausmalt, aufbaut, ausdenkt? Sich zuspricht "Das kann dir alles noch passieren. Das wird auch dir noch passieren", obgleich du dein Leben so führst, als wäre es schon geschehen?
Schüttelt ihr jetzt verneinend den Kopf? Flüstert ihr beschämt "aber nein"?
Weder noch.
Wir sitzen einfach weiter vor dem Bildschirm und hängen den Gedanken nach.
Montag, 27. Juni 2016
5 Wochen
Vorgestern Tuttlingen nach Freiburg nach Mainz. Gestern Mainz nach Kuhkaff. Heute endlich wieder in der Heimat.
Nach 5 Wochen en route ist es ein unbeschreiblich schönes Gefühl wieder nach Hause zu kommen. Man freut sich über Bekanntes und bemerkt zusätzlich Neues: War Kuhkaff schon vor der Abreise so grün? Seit wann ist der Secondhandladen an der Hauptstraße fertig renoviert? Sind noch mehr neue Nachbarn mit noch mehr Nachbarskindern gegenüber eingezogen?
Nach 5 Wochen bleibt allerdings auch einiges liegen. Bereits Wochen vor Ankunft begann ich eine Liste im Geiste zu führen; schick dieses und jenes Päckchen zurück, bezahl die noch ausstehenden Rechnungen, melde dich zurück zur Arbeit und bei Freunden, aber vor allem bewirb dich an der Universität!
Nach 5 Wochen hat sich so vieles geändert. Pläne wurden re- und umkonstruiert, mögliche Szenarien ent- und verworfen. Zweifel haben sich eingeschlichen und mich verunsichert, dafür gesorgt, dass ich mich immer und immer wieder gefragt habe: Wo gehörst du hin?
Nach 5 Wochen überkommt es mich immer noch und urplötzlich ergeben all die Gedanken keinen Sinn mehr, sondern nur noch Fragezeichen. Aber das ist in Ordnung. Denn trotz fehlender Antworten auf so manch ein Problem bin ich mit dem heutigen Tag der Zukunft einen Schritt näher gekommen: Ich habe mich tatsächlich für meinen TraumStudiengang beworben.
Nach 5 Wochen habe ich zahlreiche Gefühle, positiv wie negativ, durchlaufen. Blicke ich zurück, fühlt sich diese Zeitspanne, die gerade einmal 35 Tage umfasst, wie eine Ewigkeit an. Und ich bin dankbar. Denn obgleich ich einiges wegstecken musste, so habe ich doch kurz vor "Schluss" gewagt, mich doch für eine andere Richtung zu entscheiden, alles umgeworfen und - ich muss es noch einmal schreiben - mich an der Universität beworben!
Noch etwa 15 Wochen, dann heißt es Vive la France!
Donnerstag, 23. Juni 2016
Kopfkino
Jemand hat sich in den Vorstellungsraum geschlichen und ein neues Band einlegt. Der Zuschauer bemerkt den Wechsel der Rolle zunächst nicht, schaut interessiert zu. Langsam aber formen sich neue Gedanken, Ideen, inspiriert von Außen.
Der Film läuft vor und zurück, nimmt mal die eine oder andere Wendung, läuft aber immer auf das selbe hinaus. Glücklich sein. Zusammen sein.
Die Bilder bewegen und stoßen an, sodass der Zuschauer, überladen, überreizt, überrascht das Kino verlässt.
Ist mehr möglich als gedacht? Ist mehr möglich aus erhofft? Oder ist letztenendes alles nur eine Geschichte, ausgedacht, erfunden, imaginär?
Montag, 20. Juni 2016
Bonjour - le nouveau départ
Bonjour à tous!
Zeit vergeht. Schlechtes kann enden. Gutes soll beginnen.
Es ist jetzt etwa 3 Monate her, seitdem ich das Gymnasium verlassen habe. Als Schülerin der Oberstufe hatte ich Pläne für die Zeit "danach", vor allem aber erst einmal für die 6 Monate Pause zwischen Abitur und Studium. Dass eine so emotionale und aufwühlende Zeit auf mich zukommen würde, damit habe ich nicht gerechnet. Dass mein Kopf so voller Gedanken sein würde, sodass Lesen und YouTube, Lernen und Wissen erweitern, Freunde treffen und Rumreisen nicht reibungslos und unkonzentriert vonstatten gehen, damit erst recht nicht.
Inzwischen
ist es Ende Juni. Die Bewerbungsfristen laufen und wenn ich nächste
Woche aus dem Schwabenland heimkehre, werde ich mich bewerben müssen.
Die Entscheidung, die ich bereits getroffen habe, wird mir einiges
abverlangen. Auch wenn ich meinem Traum folge - mich traue den großen
Schritt zu wagen trotz Selbstzweifel - geschieht dies mit dem Wissen,
dass ich hart arbeiten werde müssen, um mithalten und verstehen zu
können.
Aber ich möchte es wenigstens versuchen. Denn wie heißt der Spruch noch gleich: Später bereut man ausschließlich die Dinge, die man nicht in die Tat umgesetzt hat, als die Dinge, die man getan hat.
Es ist Halbzeit.
Ich habe die letzten drei Monate damit verbracht verschiedene Familienmitglieder zu besuchen. War aufaddiert 5 Wochen dann im Schwabenland am Bodensee, eine Woche in Witzenhausen und immer wieder zwischendurch in Mainz. Zusätzlich habe ich versucht zu lesen und meinen YouTube-Kanal zu aktualisieren.
In den kommenden drei Monaten werde ich mit der besten Freudin nach Paris reisen, hoffentlich einige Unternehmungen mit dem Freund starten, als auch Französisch lernen und mein Literaturwissen erweitern. Ich werde mich bewerben, BaFög beantragen, hoffentlich mein Studentenwohnheimzimmer zugesagt bekommen und die restliche Zeit mit Maman, Daddy und Bruder, selbstverständlich auch den Freunden, genießen.
Und ich werde die Teenagerjahre abschließen, die 1 verabschieden und das nächste Jahrzehnt begrüßen.
Das Jahr 2016 sollte besser werden als das zuvorige. Der Start war schwierig und holprig, ja immernoch knicke ich oftmals um und verfluche den Weg mit seinen Stolperfallen. Aber irgendwann muss man ja wieder etwas mehr Sicherheit erlangen und sich besser fühlen.
Ich fiebere dem Neuanfang entgegen. Harre aus in der Zeit in der Schwebe. Schließe ab mit dem Vergangenen. Versuche weiterhin, das Beste aus der Situation zu machen.
Denn nicht alles ist kompliziert oder verletztend, auch wenn es immer wieder aus der Tiefe auftaucht, sich ins Sichtfeld, den Vordergrund, den Fokus drängt und traurig macht.
Zeit wird vergehen. Schlechtes wird enden. Gutes wird beginnen.
Abonnieren
Kommentare (Atom)

